Seit dem 5.5.1994 befindet sich das Museum der Stadt im Wohnhaus der ehemaligen, über Mecklenburgs Grenzen hinaus bekannten Pfeffernuß- und Bisquitfabrik von Gustav Ritter, welche bis in die Gegenwart Grabows Namen mit den begehrten Mohrenküssen verbindet. Die Ausstellungsräume verteilen sich über 2 Etagen des ehrwürdigen Bürgerhauses.

Sie beinhalten Bereiche der Ur- und Frühgeschichte, der Pfeffernuß- und Bisquitbäckerei und der Mohrenkuß- und Keksherstellung. In der Stadtgeschichtlichen Sammlung wird der Aufstieg und der Niedergang der Goldleistenfabrik Heinsius, 1860 - 1995, gezeigt. Eine Mergenthaler Setzmaschine gibt Einblick in das kleinstädtische Druckereiwesen. Alte Handwerkskunst vermitteln Werkzeuge der Maurer und Zimmerleute vor einer rohen Fachwerkwand. Zinnpokale und Zunftladen geben Auskunft über Amt und Handwerk. Natürlich hat auch ein Städtchen wie Grabow seine Berühmtheiten. Buddenbrook-Leser wissen, daß Th. Manns Vorfahren hier Ratsherr, Bürgermeister und angesehene Handwerker waren. Der Stammbaum der Familie Mann ist im Museum zu sehen. Wechselnde Sonderausstellungen zu den unterschiedlichsten Themen bereichern einen Museumsbesuch.